{"id":2830,"date":"2023-07-22T12:52:58","date_gmt":"2023-07-22T12:52:58","guid":{"rendered":"https:\/\/www.roemische-legion.de\/?page_id=2830"},"modified":"2024-07-16T19:40:36","modified_gmt":"2024-07-16T19:40:36","slug":"der-mithraskult","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.roemische-legion.de\/de_de\/?page_id=2830","title":{"rendered":"Legio II Italica &#8211; Der Mithraskult"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"840\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/DSCI0017-5-840x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3031\" srcset=\"https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/DSCI0017-5-840x1024.jpg 840w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/DSCI0017-5-246x300.jpg 246w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/DSCI0017-5-768x936.jpg 768w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/DSCI0017-5-1260x1536.jpg 1260w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/DSCI0017-5-1681x2048.jpg 1681w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/DSCI0017-5-10x12.jpg 10w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/DSCI0017-5-1200x1462.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Foto (c) Klaus Peter Horack<\/p>\n\n\n\n<p>Der Ursprung des Kultes f\u00fcr diesen Gott liegt im iranisch-persischen Raum. Mithras ist eine Lichtgottheit, die auf einem von vier Schimmeln gezogenen Wagen \u00fcber den Himmel f\u00e4hrt. Bei den persischen Herrschern wurde Mithras als Verk\u00f6rperung der Gerechtigkeit, der Tapferkeit und des Edelmutes zum Leitbild des K\u00f6nigtums und der Soldaten und in dieser Funktion auch als Mittler zwischen K\u00f6nig und Heer. Ab dem 4. Jahrhundert vor Chr. lassen sich Ans\u00e4tze einer Hellenisierung der Mithras-Religion in Kleinasien feststellen. Mithras wird dem dort verehrten Sonnengott Apoll bzw. Helios angen\u00e4hert. Mithras wird mehr zu einer kosmischen Gottheit, die gemeinsam mit dem Sonnengott Helios, oder als mit ihm identische Gottheit, im Kreise der damals bekannten sieben Planeten herrscht.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"681\" src=\"https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Mithras2-1024x681.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2880\" srcset=\"https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Mithras2-1024x681.jpg 1024w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Mithras2-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Mithras2-768x510.jpg 768w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Mithras2-1536x1021.jpg 1536w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Mithras2-18x12.jpg 18w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Mithras2-1200x798.jpg 1200w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Mithras2.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Innenraum eines Mithr\u00e4ums mit dem Kultbild an der Stirnseite. Quelle: Museum Quintana-K\u00fcnzing<\/p>\n\n\n\n<p>Im ersten vorchristlichen bis ersten Jahrhundert n. Chr. wurden zahlreiche Bewohner und Sklaven aus den gerade unterworfenen vorderasiatischen Gebieten, also den Gebieten, die das Kernland der Mithras-Verehrung darstellen, nach Westen verbracht. Kaufleute und H\u00e4ndler, sowie r\u00f6mische Soldaten, die in allen Teilen des Reiches stationiert waren, also auch in den asiatischen Grenzgebieten und  \u00f6fters die Standorte wechselten, bewirkten ebenso eine schnelle Ausbreitung. Mithr\u00e4en, die unterirdischen Heiligt\u00fcmer des Mithraskultes hat man besonders in Germanien, Britannien, entlang der Donau und Gallien gefunden, also vorwiegend in den Grenzregionen des R\u00f6mischen Reiches.     <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"860\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Mithras3-2-860x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2881\" srcset=\"https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Mithras3-2-860x1024.jpg 860w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Mithras3-2-252x300.jpg 252w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Mithras3-2-768x914.jpg 768w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Mithras3-2-1291x1536.jpg 1291w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Mithras3-2-10x12.jpg 10w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Mithras3-2-1200x1428.jpg 1200w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Mithras3-2.jpg 1514w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Mischkrug aus dem Mithr\u00e4um von M\u00fchltal, Material Terra Sigillata mit Barbotinauflage. Hergestellt in den T\u00f6pfereien von Pons Aeni mit Inschrift des Herstellers und Stifters: DEO INVICTO MITRAE MARTINUS\/ Foto (c) Josef Lachauer<\/p>\n\n\n\n<p>Die schnelle Ausbreitung und das damit verbundene Anwachsen brachte dem Mithraskult eine erzwungene Akzeptanz seitens des r\u00f6mischen Staates. Aber erst Kaiser Commodus unterst\u00fctzte den Mithraskult. Er war der erste von vielen Kaisern, die sich in die Mysterien des Mithraskultes einweisen lie\u00dfen. Der Mysterienkult \u00fcbte einen besonderen Reiz aus auf die Imperatoren. Sahen sie sich selbst strahlend wie die Sonne, die den Menschen Wohlergehen bringt und dazu Unbesiegbarkeit verspricht. Die Bl\u00fctezeit des Mithraskultes liegt im zweiten und dritten Jahrhundert n.Chr. In dieser Zeit hatte er eben so viele Anh\u00e4nger wie das Christentum. <\/p>\n\n\n\n<p>Seit dem dritten Jahrhundert n. Chr., also zu dem Zeitpunkt, zu dem der Mithraskult offizieller Kult der r\u00f6mischen Kaiser geworden war, finden sich zahlreiche Inschriften. Diese belegen, wie wichtig dieser Gott f\u00fcr die Kaiser geworden war. So lebte im kaiserlichen Palast ein <em>Sacerdos invicti Mithrae domus Augustanae<\/em>, ein Hofgeistlicher f\u00fcr den Kaiser. Als sich die Kaiser Galerius, Maximian und Diocletian 308 n. Chr. in Carnuntum trafen, um die Tetrarchie wiederherzustellen, erneuerten sie zu diesem Anlass das dort befindliche Mithr\u00e4um und stifteten folgende Inschrift: <strong>D(eo) S(oli) I(victi) M(ithrae)  fautori imperii sui lovii et Herculii Religiosissimi Augusti et Caesares Sacrarium restituerunt<\/strong>. &#8222;<strong><em>Augustus und die C\u00e4saren stellten das Heiligtum dem Gott der unbesiegbaren Sonne, Mithras, dem Unterst\u00fctzer seines Reiches, Jupiter und Hercules, wieder her.&#8220;<\/em><\/strong> Vor allem die Soldaten, unter denen die Mithras-Verehrung ihre Hochbl\u00fcte erlebte, sahen in Mithras ihren besonderen Besch\u00fctzer. Sie f\u00fchlten sich als Streiter des Mithras im Kampf des Guten gegen das B\u00f6se.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"1020\" src=\"https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Kaiser-Gallienus.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3058\" srcset=\"https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Kaiser-Gallienus.jpg 1000w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Kaiser-Gallienus-294x300.jpg 294w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Kaiser-Gallienus-768x783.jpg 768w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Kaiser-Gallienus-12x12.jpg 12w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Kaiser Gallienus, dargestellt mit einer Strahlenkrone, (c) Klaus Peter Horack<\/p>\n\n\n\n<p>In der Folgezeit wurde mit dem Verlust einiger Provinzen der Glaube an die Unbesiegbarkeit des Mithras gemindert und einen besonderen R\u00fcckschlag erlitt der Glaube an ihn durch den Sieg Konstantins \u00fcber das Heer des Licinius, das unter dem Banner des mithrischen Sonnenkreuzes k\u00e4mpfte. Ein letztes Aufflammen des Mithraskultes gab es unter Kaiser Julian Apostata, der sich offen zum Mithraskult bekannte. Unter Kaiser Theodosius war der Mithraskult endg\u00fcltig dem Untergang geweiht, da das Christentum endg\u00fcltig zur Staatsreligion erhoben wurde.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wer war Mithras<\/strong> oder<strong> Sol Invictus<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Mithras wird als Verk\u00f6rperung des Lichts, d.h. aus dem Himmel, aus einem Felsen in die Dunkelheit hinein geboren. Geburt des Mithras, des Lichts, des Sonnengottes, wurde deshalb am 25. Dezember, zur Wintersonnenwende gefeiert. Nach seiner Geburt  begibt er sich auf die Suche nach dem B\u00f6sen. Dieses findet er in dem Urstier. Nachdem er diesen besiegt hat sperrt er den Stier in eine H\u00f6hle ein und begibt sich erneut auf die Suche nach jemanden, mit dem er seine Kr\u00e4fte messen kann. Er st\u00f6\u00dft auf den Sonnengott Helios\/Sol, besiegt diesen und wird daraufhin von ihm mit der Strahlenkrone bekr\u00e4nzt. Ein schwieriges Problem stellt das Verh\u00e4ltnis zwischen den beiden Sonneng\u00f6ttern Mithras und Sol dar. Jedenfalls ist deutlich, dass Sol der zust\u00e4ndige Lichtgott bleibt, der in seiner Machtvollkommenheit t\u00e4glich sein Viergespann besteigt.  Inzwischen entwischt der Stier aus der H\u00f6hle. Helios\/Sol bemerkt dies, schickt einen Raben zu Mithras und l\u00e4sst verk\u00fcnden, dass Mithras den Stier t\u00f6ten soll. Mithras packt den Stier und st\u00f6\u00dft ihm das Messer in die Flanke.                             Als  Wunder kann nun angesehen werden, dass alle n\u00fctzlichen Pflanzen aus dem Leib des Stieres hervorgehen, aus dem Schwanz des Stieres werden \u00c4hren und aus seinem Blut wird Wein. Der Samen des Stieres bringt verschiedene Nutztiere hervor. Allerdings versuchen Kreaturen wie Skorpion und Schlange etwas von dem Samen und dem Blut aufzufangen. Diese Wesen stellen das verbliebene B\u00f6se in der Welt dar. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"855\" height=\"739\" src=\"https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/mithras1-2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3040\" srcset=\"https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/mithras1-2.jpg 855w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/mithras1-2-300x259.jpg 300w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/mithras1-2-768x664.jpg 768w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/mithras1-2-14x12.jpg 14w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Mithras t\u00f6tet den Stier. Links daneben der Fackeltr\u00e4ger Cautes und rechts der Fackeltr\u00e4ger Cautopates, die Himmelsw\u00e4chter. \/Foto und Zeichnung (c) Josef Lachauer<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"145\" height=\"376\" src=\"https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/thumbnail_IMG_0246-2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3053\" srcset=\"https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/thumbnail_IMG_0246-2.jpg 145w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/thumbnail_IMG_0246-2-116x300.jpg 116w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/thumbnail_IMG_0246-2-5x12.jpg 5w\" sizes=\"auto, (max-width: 145px) 85vw, 145px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Der Fackeltr\u00e4ger Cautopates, Rest von einem Mithrastempel in Xanten, dem  r\u00f6mischen Colonia Ulpia Traiana. Foto (c) Klaus Peter Horack<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Der Mithraskult war ein reiner M\u00e4nnerkult. Frauen konnte nicht aufgenommen werden.  <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt eine Aufnahmezeremonie. Vorher bekommt der Initiant\/Myste Unterricht in der mithischen Lehre. Erst danach kann die Taufe vollzogen werden, die nach einiger Zeit durch eine Art Konfirmation bekr\u00e4ftigt wird.  Nach der Initation konnte man sieben Weihestufen durchlaufen. Die Mythrasmysterien besa\u00dfen ein System von sieben Stufen, den Weihegraden, die den sieben Planentensph\u00e4ren Merkur, Venus, Mars, Jupiter, Mond, Sonne und Saturn entsprachen. Also eine Art Sternenreligion, eine Kosmologie. Merkur war der Rabe, Venus die mystische Braut, Mars der Soldat, Jupiter der L\u00f6we, Mond der Perser, Sonne der Sonnenl\u00e4ufer und Saturn der Vater. Dazu gab es die entsprechenden Symbole. Beispiel f\u00fcr Sol\/Sonne war die Strahlenkrone, die Fackel und die Peitsche. Der Myste trat bei seiner Einweihung jeweils eine Seelen- und Himmelsreise an, bei denen er die &#8222;Himmelsleiter&#8220; eine Stufe nach oben stieg. Brot und Wein bildeten im Mithras-Kult einen zentralen Bestandteil der Kulthandlung, zu der sich die Mysten regelm\u00e4\u00dfig in ihren Heiligt\u00fcmern versammelten. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"893\" src=\"https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/DSCI0020-2-1024x893.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3070\" srcset=\"https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/DSCI0020-2-1024x893.jpg 1024w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/DSCI0020-2-300x262.jpg 300w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/DSCI0020-2-768x670.jpg 768w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/DSCI0020-2-1536x1340.jpg 1536w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/DSCI0020-2-2048x1787.jpg 2048w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/DSCI0020-2-14x12.jpg 14w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/DSCI0020-2-1200x1047.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Das kultische Mahl<\/strong> Foto (c) Klaus Peter Horack<\/p>\n\n\n\n<p>Mithras und Sol feiern eine gemeinsame Mahlzeit vor ihrer gemeinsamen Himmelsfahrt zum Abschied von Mithras Erdenwandel und st\u00e4rken sich mit dem Fleisch und Blut des Stieres. Ihre Liegebank ist mit dem Fell des wunderbaren Tieres bedeckt. Jetzt, da Mithras seine gr\u00f6\u00dften Heldentaten zum Wohle des Menschengeschlechts gl\u00fccklich vollbracht hat, kann er mit Sol das Trinkhorn heben.                                                                                                                        Seine Gl\u00e4ubigen werden im Heiligtum dem g\u00f6ttlichen Beispiel folgen und an Stelle von Fleisch und Blut mit Brot und Wein das Mahl genie\u00dfen. Ebenso wie der Genuss des Nektars\/Weines, ist die Teilnahme an dieser Mahlzeit eine Gew\u00e4hr f\u00fcr den Aufstieg zum ewigen Licht. Dort oben im Reich des Sol wird man frei von k\u00f6rperlicher Last und kann die ewige Mahlzeit genie\u00dfen.  Aufgrund der Rolle von Wasser und Wein finden sich h\u00e4ufig Mischkr\u00fcge, sogenannte Kratere.    <\/p>\n\n\n\n<p>Als arch\u00e4ologische Sensation stellt das von der damaligen Pr\u00e4historischen, heute Arch\u00e4ologische Staatssammlung M\u00fcnchen in den Jahren 1978 &#8211; 1980 ergrabene Mithrasheiligtum in M\u00fchltal bei Rosenheim dar. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"681\" src=\"https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Mithras1-1024x681.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3037\" srcset=\"https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Mithras1-1024x681.jpg 1024w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Mithras1-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Mithras1-768x510.jpg 768w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Mithras1-1536x1021.jpg 1536w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Mithras1-18x12.jpg 18w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Mithras1-1200x798.jpg 1200w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Mithras1.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong> <\/strong>Modell des Mithr\u00e4ums am Inn Foto (c) Josef Lachauer<\/p>\n\n\n\n<p>Um 400 n. Chr. waren die meisten Mithr\u00e4en zerst\u00f6rt. N\u00f6rdlich der Alpen, an der r\u00e4tisch-norischen Grenzstation und der Innbr\u00fccke, heute n\u00f6rdlich von Rosenheim gelegen, existierte zu diesem Zeitpunkt eines der wenigen noch bestehenden Mithr\u00e4en. Es war vermutlich von Beamten des illyrischen Zolls in der norischen Siedlung AD ENUM gegr\u00fcndet worden. Die Reihe der Fundm\u00fcnzen endet mit Pr\u00e4gungen kurz um 400 n.Chr., also bereits einige Jahre nach dem offiziellen Verbot der heidnischen Kulte unter Kaiser Theodosius im Jahr 392 n. Chr. Das d\u00fcrfte die internationale Bedeutung des 1978 entdeckten Mithr\u00e4um-Heiligtums im M\u00fchltal noch zus\u00e4tzlich unterstreichen. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Foto (c) Klaus Peter Horack Der Ursprung des Kultes f\u00fcr diesen Gott liegt im iranisch-persischen Raum. Mithras ist eine Lichtgottheit, die auf einem von vier Schimmeln gezogenen Wagen \u00fcber den Himmel f\u00e4hrt. 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