{
    "id": 2728,
    "date": "2023-06-02T16:59:16",
    "date_gmt": "2023-06-02T16:59:16",
    "guid": {
        "rendered": "https:\/\/www.roemische-legion.de\/?page_id=2728"
    },
    "modified": "2025-10-09T10:16:33",
    "modified_gmt": "2025-10-09T10:16:33",
    "slug": "bestattungsriten-der-roemer",
    "status": "publish",
    "type": "page",
    "link": "https:\/\/www.roemische-legion.de\/en\/?page_id=2728",
    "title": {
        "rendered": "Legio II Italica &#8211; Bestattungsriten der R\u00f6mer"
    },
    "content": {
        "rendered": "<p>                                   (Ein kurzer \u00dcberblick)<\/p>\n\n\n\n<p>Die Lebenserwartung war in der r\u00f6mischen Zeit gegen\u00fcber der Jetztzeit relativ gering. Auch die Kindersterblichkeit war sehr hoch. So wurde eine r\u00f6mische Familie regelm\u00e4\u00dfig mit dem Tod von Familienangeh\u00f6rigen konfrontiert. Meistens erfolgte der Tod im Kreis der Angeh\u00f6rigen, falls nicht der Tod auf dem Schlachtfeld, bei einer Reise oder am Arbeitsplatz erfolgte. Vom Leben nach dem Tod hatte man in Rom eine eher n\u00fcchterne Vorstellung. Danach gingen die Verstorbenen in das Reich der <em>diis manes<\/em> ein, gestaltlose Toteng\u00f6tter, denen die Gr\u00e4ber im rechtlichen Sinn geh\u00f6rten und sie \u00fcber diese auch wachten. Das K\u00fcrzel D M, das in alle Grabsteine ab dem 2. Jahrhundert nach Chr. eingemei\u00dfelt wurde, bringt dies zum Ausdruck.<\/p>\n\n\n\n<p>Die rituellen Handlungen bei Eintritt des Todes waren bei allen Bestattungsarten gleich und es gab eine einheitliche Bestattungssitte. Das Bestattungswesen war im r\u00f6mischen Reich durch Gesetze geregelt und an die Einhaltung bestimmter traditionellen Riten und Vorschriften gebunden. Innerhalb besiedelten Gebietes durfte nicht bestattet werden, weshalb man die Toten bevorzugt entlang der Ausfallstra\u00dfen zur Ruhe bettete. Bestattungen und Totenkult geh\u00f6rten zu den Pflichten der Erben. Um sicher zu gehen, dass ein ordnungsgem\u00e4\u00dfes Begr\u00e4bnis unter Beachtung aller notwendigen Riten abgehalten wurde, kauften sich manche, die es sich leisten konnten, in einen Bestattungsverein ein und regelten per Testament zeitgerecht eine Bestattung nach eigener Jenseitsvorstellung. Im Testament konnte auch festgelegt sein, wer sp\u00e4ter im Grab bestattet werden durfte oder vielleicht der Erbe von einer Nachbestattung ausgeschlossen sei.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Antike kannte zwei verschiedene Bestattungsarten: Die Brand- und die K\u00f6rperbestattung. Grunds\u00e4tzlich konnten beide nebeneinander angewendet werden. Dabei lassen sich zwei Varianten der Verbrennung unterscheiden. Die Bustum- und die Ustrinaverbrennung. Das Wort Bustum bedeutet Leichenbrandst\u00e4tte, gleichzeitig auch Grab. Verbrennung und Bestattung fanden dabei an ein und demselben Platz statt. H\u00e4ufig erfolgte die Verbrennung \u00fcber einer Grabgrube, in der Knochenreste zusammen mit den Resten der  verbrannten Beigaben begraben wurden. Die Ustrina war ein allgemein und mehrfach ben\u00fctzter Verbrennungsplatz. Nach dem Erkalten und Abl\u00f6schen wurden die Leichenreste aus dem Aschehaufen herausgelesen, in einer Urne aus Ton oder Glas gesammelt und in der auf dem Gr\u00e4berfeld oder an der Gr\u00e4berstra\u00dfe ausgehobenen Grube beigesetzt. Die Gr\u00e4ber wurden durch Grabsteine, welche die Grabinschrift trugen, gekennzeichnet. Im 1. und 2. Jahrhundert wurde vorwiegend verbrannt. <\/p>\n\n\n\n<p>In der r\u00f6mischen Antike wurden K\u00f6rperbestattungen in der vielf\u00e4ltigsten Form gepflegt. So konnte der Leichnam mit oder ohne Sarg in den Boden gebettet oder in einem Steinsarkophag gelegt werden. Neben einfachen Erdgr\u00e4bern, nur in ein Leichentuch geh\u00fcllt, gab es Grabgruben, die mit Steinen ges\u00e4umt waren, Bestattungen in Ziegelgr\u00e4bern (Kiste aus Dachziegeln zusammengef\u00fcgt) oder  in Steinkistengr\u00e4bern. Diese waren h\u00e4ufig aus durch Steinraub von \u00e4lteren Grabbauten gewonnen Bauteilen zusammengesetzt. Die K\u00f6rperbestattung im 1. und 2. Jahrhundert kannte noch keine einheitliche Ausrichtung. Sp\u00e4ter herrscht Ost-West Lage vor. Kopf im Westen mit Blick auf den Sonnenaufgang. Beigaben liegen meist am Kopf und zu den F\u00fc\u00dfen des Bestatteten. Schmuck, Trachtenteile wie Schnallen, Fibeln oder Waffen wurden dort deponiert, wo der Lebende diese auch trug. Im 3. Jahrhundert laufen beide Bestattungsriten noch nebeneinander. Sp\u00e4ter setzte sich die reine K\u00f6rperbestattung durch. <\/p>\n\n\n\n<p>Der \u00dcbergang von Brand- zur K\u00f6rperbestattung vollzog sich allm\u00e4hlich. Grund war auch die christliche Religion.<\/p>\n\n\n\n<p>Vor dem unmittelbar bevorstehenden Tod versammelten sich die Verwandten und Freunde am Bett des Sterbenden\/der Sterbenden, um sich zu verabschieden und zu tr\u00f6sten. So wurde der letzte Hauch des\/der Sterbenden durch einen nahestehenden Verwandten aufgefangen. Dem\/der Toten wurden durch die selbe Person auch die Augen geschlossen und der eingetretene Tod festgestellt, indem man ihn\/sie mehrmals bei seinem\/ihren Namen rief (conclamatio). Neben der Trauer um die geliebte Person ging auch die Totenfurcht umher, weil eine Vorstellung von einem m\u00f6glichen Weiterleben nach dem Tode vermutet wurde. Der\/die Verblichene wurde gewaschen, gesalbt und bekleidet. War er \/sie von Stand wurde er in seine Toga geh\u00fcllt und sie in mit ihrem besten Gewand bekleidet. Oft wurde eine M\u00fcnze als F\u00e4hrlohn f\u00fcr die \u00dcberfahrt ins Totenreich unter die Zunge gelegt. Danach kam er\/sie auf das Totenbett. Hier wurde er\/sie mit den F\u00fc\u00dfen zum Ausgang des Hauses aufgebahrt. Vor dem Haus wurden Pflanzk\u00fcbel mit Zypressen aufgestellt. Sie signalisierten, dass hier jemand gestorben war und warnten Abergl\u00e4ubische davor, sich in das dadurch unreine Haus zu begeben. Weitere nachfolgenden Zeremonien konnten einige Tage dauern. Mitglieder der unteren Klassen konnten aber fr\u00fcher verbrannt oder beerdigt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei der besseren Gesellschaft erfolgte dann ein Trauerzug durch die Siedlung oder Stadt zu den au\u00dferhalb gelegenen Grabst\u00e4tten. Der\/die Tote wurde von seinen\/ihren Verwandten oder auch von freigelassenen Sklaven getragen. Der Zug konnte von Musikanten und professionellen Klageweibern begleitet werden. Wachsmasken der Ahnen wurden ebenfalls mitgef\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die eigentlichen Bestattungsriten begannen am Verbrennungsplatz oder an der Stelle der K\u00f6rperbestattung. Bei der K\u00f6rperbestattung wurde vor der Beerdigung auf die Leiche etwas Erde geworfen, bevor sie in das vorgesehene Grab in einem Sarkophag, einem einfachen Holzsarg oder eingewickelt in T\u00fccher gelegt wurde. Bei den Brandbestattungen gab es weitere Vorschriften, die zu beachten waren.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"673\" src=\"https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Brandbestattung--1024x673.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3231\" srcset=\"https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Brandbestattung--1024x673.jpg 1024w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Brandbestattung--300x197.jpg 300w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Brandbestattung--768x504.jpg 768w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Brandbestattung--1536x1009.jpg 1536w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Brandbestattung--2048x1345.jpg 2048w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Brandbestattung--1200x788.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Vor der Verbrennung des\/der Toten wurde ein kleines St\u00fcck vom Finger abgeschnitten, das man nach priesterlichen Weisungen in der Erde vergrub, um den Verbrennungsort zu heiligen. Dann wurde der\/die Tote mit seiner\/ihrer Bahre auf einen blumengeschm\u00fcckten Scheiterhaufen \u00fcber der Grabgrube gelegt und ein letztes Mal beim Namen gerufen. Foto (c) Klaus Peter Horack<\/p>\n\n\n\n<p>Liebgewonnene Gegenst\u00e4nde und Geschenke wurden im Grab deponiert oder auf den Scheiterhaufen gelegt. Die Beigabensitte entsprang den damaligen Jenseitsvorstellungen. Durch die Beigaben von Geschirr, Lampen und Nahrungsmitteln sollte der Tote f\u00fcr das Jenseits mit Speisen, Getr\u00e4nken und Licht wohl ausgestattet sein. Die Beigabe von Lampen hatte auch symbolhaften, unheilabwehrenden Charakter. Das Licht sollte b\u00f6se Geister und D\u00e4monen vertreiben. M\u00fcnzen dienten als F\u00e4hrlohn f\u00fcr den Fergen in der Unterwelt. Das Leben in der Unterwelt konnte man sich je nach Glaubensvorstellung d\u00fcster im Reich der Schatten oder heiter auf den Inseln der Seligen vorstellen. Verbrannt wurden auch Gegenst\u00e4nde, die laut Testament mit auf den Scheiterhaufen gelegt werden sollten. Bei den Frauen war dies meist Schmuck, wie z.B. Fibeln, Ringe, Armreifen und Halsketten. Hinzu kamen zum Zeichen der Trauer pers\u00f6nliche Geschenke der Angeh\u00f6rigen wie Blumen, Haarlocken oder wer es sich leisten konnte, gab den Toten noch eine Wegzehrung mit wie z.B. Schweinefleisch, Datteln, Feigen und N\u00fcsse f\u00fcr den langen Weg in die Unterwelt. Neben Resten von Tongeschirr wurden auch Teile von Terra Sigillata* gefunden. Tragisch war der Tod von Kindern. Hier findet man meistens Spielzeug. Insbesondere Tierfiguren sind h\u00e4ufige Beigaben in Kindergr\u00e4bern. <\/p>\n\n\n\n<p>Die Zeremonie war auch begleitet von Weihrauchopfern und man warf Gew\u00fcrze und Kr\u00e4uter ins Feuer, um den strengen Verbrennungsgeruch zu \u00fcberdecken. W\u00e4hrend der Verbrennung durften die Klagen nicht verstummen und \u00fcber allem wachte die G\u00f6ttin der Toten, Libitina, damit den Lebenden kein Fehler unterlief. War bei der Brandbestattung der Scheiterhaufen heruntergebrannt, wurde die Glut mit Wasser und auch Wein gel\u00f6scht. Die verbrannten \u00dcberreste, der Leichenbrand, wurden von den n\u00e4chsten Verwandten aufgelesen und in einem Gef\u00e4\u00df (Urne aus Ton oder Glas) deponiert. Die endg\u00fcltige Beisetzung konnte auch Tage sp\u00e4ter erfolgen. Der Leichenbrand konnte ebenfalls mit wertvollen Essenzen \u00fcbergossen werden. Die verwendeten Gef\u00e4\u00dfe (Balsamare) folgten in das Grab oder wurden der Urne beigegeben. Die Urne wurde, wenn vorhanden, in einer Nische des Grabmals abgelegt. Grabsteine konnten neben der Grabinschrift auch mit Reliefschmuck und dem Portrait des Toten verziert sein. H\u00e4ufig wurden auch nur Holzbretter oder Holzpf\u00e4hle zur Grabkennzeichnung gesetzt.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"662\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Aschekasten-um-100-v.-Chr-662x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3601\" srcset=\"https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Aschekasten-um-100-v.-Chr-662x1024.jpg 662w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Aschekasten-um-100-v.-Chr-194x300.jpg 194w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Aschekasten-um-100-v.-Chr-768x1187.jpg 768w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Aschekasten-um-100-v.-Chr.jpg 963w\" sizes=\"auto, (max-width: 662px) 85vw, 662px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Aschekasten ca. 100 v. Chr. (c) Foto Klaus Peter Horack<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/DSCI0011-3-1-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2761\" srcset=\"https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/DSCI0011-3-1-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/DSCI0011-3-1-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/DSCI0011-3-1-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/DSCI0011-3-1-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/DSCI0011-3-1-2048x1536.jpg 2048w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/DSCI0011-3-1-16x12.jpg 16w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/DSCI0011-3-1-1200x900.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>                  Balsamare, kleine Salbgef\u00e4\u00dfe, Foto (c) Klaus Peter Horack<\/p>\n\n\n\n<p>Aus Grabungsfunden sind r\u00f6mische Urnen in einfacher Form bekannt. Es gab auch welche mit einem aufgesetzten Gesicht. Spektakul\u00e4re Funde sind Graburnen aus Glas, wie sie z.B. beim U-Bahnbau 2001 und 2011 in K\u00f6ln gefunden wurden.<\/p>\n\n\n\n<p>                         R\u00f6mische Urne mit Gesicht. Foto (c) Klaus Peter Horack<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"957\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/DSCI0001-4-957x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4125\" srcset=\"https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/DSCI0001-4-957x1024.jpg 957w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/DSCI0001-4-280x300.jpg 280w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/DSCI0001-4-768x822.jpg 768w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/DSCI0001-4-1436x1536.jpg 1436w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/DSCI0001-4-1915x2048.jpg 1915w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/DSCI0001-4-1200x1284.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"1017\" src=\"https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/DSCI0002-5-1024x1017.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4127\" srcset=\"https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/DSCI0002-5-1024x1017.jpg 1024w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/DSCI0002-5-300x298.jpg 300w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/DSCI0002-5-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/DSCI0002-5-768x762.jpg 768w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/DSCI0002-5-1536x1525.jpg 1536w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/DSCI0002-5-2048x2033.jpg 2048w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/DSCI0002-5-1200x1191.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"910\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/DSCI0009-2-910x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2765\" srcset=\"https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/DSCI0009-2-910x1024.jpg 910w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/DSCI0009-2-267x300.jpg 267w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/DSCI0009-2-768x864.jpg 768w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/DSCI0009-2-1365x1536.jpg 1365w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/DSCI0009-2-1821x2048.jpg 1821w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/DSCI0009-2-11x12.jpg 11w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/DSCI0009-2-1200x1350.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">R\u00f6mische Glasurne Foto (c) Klaus Peter Horack<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"590\" src=\"https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/DSCI0007-2-1024x590.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2764\" srcset=\"https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/DSCI0007-2-1024x590.jpg 1024w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/DSCI0007-2-300x173.jpg 300w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/DSCI0007-2-768x443.jpg 768w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/DSCI0007-2-1536x886.jpg 1536w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/DSCI0007-2-2048x1181.jpg 2048w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/DSCI0007-2-18x10.jpg 18w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/DSCI0007-2-1200x692.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>                                  R\u00f6mische \u00d6llampe Foto (c) Klaus Peter Horack<\/p>\n\n\n\n<p>Zu den vorgeschriebenen Riten geh\u00f6rte auch die Opferung eines Schweines. Erst dann war das Grab gesetzlich zu einem solchen geworden. Ein am gleichen Tag abgehaltenes Totenmahl schloss die Zeremonien am Grab ab.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu Haus zur\u00fcck gekehrt hatten sich die Hinterbliebenen und Teilnehmer an eine neunt\u00e4gige Trauerfrist zu halten. Dann mussten sie sich einer mit Wasser durchgef\u00fchrten Reinigungszeremonie unterziehen, bevor sie wieder den gewohnten Tagesablauf aufnehmen konnten. Personen, die den Verstobenen ber\u00fchrt bzw. die an einer Bestattung teilgenommen hatten, galten als unrein.  Sie durften auch nicht vorher mit anderen Menschen verkehren. Auch folgte durch die Hinterbliebenen die Opferung eines Hammels oder Widders an die Laren, die Hausg\u00f6tter. Auch das Haus selbst wurde einer Reinigungszeremonie unterzogen, die mit einem Totenopfer und einem Trauermahl abgeschlossen wurde. Mit der Hinterlassung von Speise- und Trankopfern am Grab endete die meist mehrere Tage dauernde offizielle Trauerzeit.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"197\" height=\"544\" src=\"https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/thumbnail_IMG_0230-2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2919\" srcset=\"https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/thumbnail_IMG_0230-2.jpg 197w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/thumbnail_IMG_0230-2-109x300.jpg 109w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/thumbnail_IMG_0230-2-4x12.jpg 4w\" sizes=\"auto, (max-width: 197px) 85vw, 197px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1\" height=\"1\" src=\"https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/roemer.gif\" alt=\"\" class=\"wp-image-2917\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>Kolorierter Grabsteinabguss aus Kalkar\/Altkalkar, Ende 1. Jahrhundert n. Chr. Foto (c) Klaus Peter Horack<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Inschrift:<\/strong> <em>Dem Gaius Iulius Primus, dem Treverer, dem Reiter der ala Noricorum, dem stator (d.h. im Stab des Truppenkommandeurs t\u00e4tig), der 27 Jahre lebte und 7 Jahre Milit\u00e4rdienst leistete, lie\u00df sein Erbe diesen Grabstein auf eigene Kosten errichten.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Die Gr\u00e4ber befanden sich in der Regel au\u00dferhalb von Siedlungen und St\u00e4dten und wurden entlang der Stra\u00dfen angelegt. Reiche R\u00f6mer lie\u00dfen sich bereits vor ihrem Tod ein Grabmal setzen. Zumeist in vorderster Reihe. Grabg\u00e4rten mit Einrichtung f\u00fcr die Totenfeiern konnten Teil einer solchen Anlage sein. Hier konnten sich die Hinterbliebenen zu regelm\u00e4\u00dfigen Grabfeiern einfinden. Die wichtigsten offiziellen Feiertage waren die <em>parentalia<\/em> zwischen den 13. und 21. Februar. Die sehr farbig bemalten Monumente waren zwischen 1 Meter bis zu 20 Meter hoch und mit zahlreichen Bildreliefs geschm\u00fcckt. Es entstanden richtige Gr\u00e4berstra\u00dfen. Vorbeikommende wurden auf den Grabinschriften aufgefordert, kurz zum Verweilen und Andenken an den Toten innezuhalten. Andererseits wurden auf dem Land Angeh\u00f6rige von Villen (Villa Rustica), Bedienstete und Sklaven in Sichtweite der Geb\u00e4ude beerdigt. Knochenreste mit Grabbeigaben konnten auch in einer Steinkiste (ossuarium) mit Deckel, Inschriften und Ziermotiven \u00fcber der Erde oder in einem Grabbau (aeducula) beigesetzt werden. Grab oder Grabbau lagen dann innerhalb einer Grabparzelle, in der mit Zustimmung des Grabeigent\u00fcmers auch weitere Bestattungen vorgenommen werden konnten. Im dritten und vierten Jahrhundert wurde die Feuerbestattung zum gr\u00f6\u00dften Teil durch die K\u00f6rperbestattung abgel\u00f6st. Zu Beginn des 5. Jahrhunderts nach Chr. war der Brauch der Feuerbestattungen im r\u00f6mischen Reich fast erloschen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"823\" src=\"https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Reliefplatte-Roemischer-Ritter-um-170-n.-Chr-1024x823.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3593\" srcset=\"https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Reliefplatte-Roemischer-Ritter-um-170-n.-Chr-1024x823.jpg 1024w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Reliefplatte-Roemischer-Ritter-um-170-n.-Chr-300x241.jpg 300w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Reliefplatte-Roemischer-Ritter-um-170-n.-Chr-768x617.jpg 768w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Reliefplatte-Roemischer-Ritter-um-170-n.-Chr-1536x1234.jpg 1536w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Reliefplatte-Roemischer-Ritter-um-170-n.-Chr-1200x964.jpg 1200w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Reliefplatte-Roemischer-Ritter-um-170-n.-Chr.jpg 1611w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Reliefplatte von einem Grabmal eines r\u00f6mischen Ritters um 170 n.Chr.\/(c) Foto Klaus Peter Horack<\/p>\n\n\n\n<p>768 nach Christus wurde das Verbrennen des Leichnams von der christlichen Kirche als heidnischer Brauch verboten.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"695\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Mumienportrait-Mitte-2tes-Jhd.-n.Chr_-695x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4122\" srcset=\"https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Mumienportrait-Mitte-2tes-Jhd.-n.Chr_-695x1024.jpg 695w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Mumienportrait-Mitte-2tes-Jhd.-n.Chr_-204x300.jpg 204w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Mumienportrait-Mitte-2tes-Jhd.-n.Chr_-768x1132.jpg 768w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Mumienportrait-Mitte-2tes-Jhd.-n.Chr_.jpg 962w\" sizes=\"auto, (max-width: 695px) 85vw, 695px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"647\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Mumienportrait-um-180-n.-Chr-647x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4123\" srcset=\"https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Mumienportrait-um-180-n.-Chr-647x1024.jpg 647w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Mumienportrait-um-180-n.-Chr-190x300.jpg 190w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Mumienportrait-um-180-n.-Chr-768x1215.jpg 768w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Mumienportrait-um-180-n.-Chr.jpg 952w\" sizes=\"auto, (max-width: 647px) 85vw, 647px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p>(c) Foto Klaus Peter Horack <\/p>\n\n\n\n<p><strong>R\u00f6mische Mumienportraits aus \u00c4gypten<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das ptolem\u00e4ische K\u00f6nigreich \u00c4gypten wurde 30 v. Chr. r\u00f6mische Kolonie, nachdem seine letzte K\u00f6nigin Kleopatra VII. mit Marcus Antonius in der Seeschlacht von Actium gegen Augustus unterlegen und Selbstmord begangen hatte. R\u00f6mische Soldaten wurden in der Oase Fayum angesiedelt. Sie rekrutierten sich vor allem aus den Osten des Reiches. Die R\u00f6mer \u00fcbernahmen den Brauch der Mumifizierung, der S\u00e4rge in Menschengestalt und der plastischen Mumienmasken. Die gemalten Mumienportrais wurden nun als eigene Komponente hinzugef\u00fcgt. Solche Bildnisse sind nur aus Pompei bekannt. Die r\u00f6mischen Komponenten bei den Mumien, die Portraitmalerei, wiesen keinen \u00e4gyptischen Einfluss auf und waren eine eigene Art der Selbstdarstellung der r\u00f6mischen B\u00fcrger in der Oase Fayum. Dargestellt waren meist Frauen und M\u00e4nner im Alter von etwa 30 Jahren. Ob sie so fr\u00fch verstorben waren ist unsicher. Die Bilder, die auf vertikal gemalte Holztafeln (Milimeterd\u00fcnn und sorgf\u00e4ltig gegl\u00e4ttet) aufgetragen wurden sind 30 bis 50 cm hoch und 20 bis 30 cm breit. M\u00e4nner mit wei\u00dfem Gewand, r\u00f6tlich braunen Mantel und Schwertband pr\u00e4sentierten sich als r\u00f6mische Soldaten. Ihre Frisuren spiegelten die Mode der r\u00f6mischen Kaiser ihrer Zeit.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"607\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Mumienportrait-2.-Jhd.-n.-Chr-607x1024.webp\" alt=\"\" class=\"wp-image-4120\" srcset=\"https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Mumienportrait-2.-Jhd.-n.-Chr-607x1024.webp 607w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Mumienportrait-2.-Jhd.-n.-Chr-178x300.webp 178w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Mumienportrait-2.-Jhd.-n.-Chr.webp 750w\" sizes=\"auto, (max-width: 607px) 85vw, 607px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"197\" height=\"387\" src=\"https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Mumienportrait-Ende-2.-Jahrhundert-n.-Chr.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4121\" srcset=\"https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Mumienportrait-Ende-2.-Jahrhundert-n.-Chr.jpeg 197w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Mumienportrait-Ende-2.-Jahrhundert-n.-Chr-153x300.jpeg 153w\" sizes=\"auto, (max-width: 197px) 85vw, 197px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p>Kunstvolle Zopfaufbauten und L\u00f6ckchenreihen \u00fcber der Stirn der Frauen orientierten sich an den Frisuren r\u00f6mischer Kaiserinnen und geben Auskunft \u00fcber die Entstehungszeit der Bilder. Das Ende der Produktion der Mumienportrais scheint durch die Verwaltungsreform des Kaisers Septimius Severus um 212 n.Chr. eingeleitet worden zu sein. Sie beendete die stolze Selbstdarstellung r\u00f6mischer B\u00fcrger aus der Oase Fayum nach \u00fcber 200 Jahren der Verschmelzung von drei gro\u00dfen Kulturen (\u00c4gypten, Griechen und R\u00f6mer) des Mittelmeerraumes in \u00c4gypten.<\/p>\n\n\n\n<p>(c) Foto Klaus Peter Horack<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Bestattungen in Bleis\u00e4rgen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Als Besonderheit kann noch die Beerdigung in einem Sarkophag aus Blei gesehen werden, die in der r\u00f6mischen Welt ab dem 2. Jahrhundert nach Chr. verbreitet war und besonders in gro\u00dfen St\u00e4dten zur Anwendung gekommen ist. Urspr\u00fcnglich aus den \u00f6stlichen Gebieten des r\u00f6mischen Reiches stammend (Syrien), wurden diese Beh\u00e4lter vor allem im 3. und 4. Jahrhundert im Rahmen der Bestattungsriten weiter entwickelt. Sie wurden mit einfachen Dekoren geschm\u00fcckt und manchmal auch mit kleinen figurativen Elementen verziert. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"716\" src=\"https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/DSC_0089-2-1024x716.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2744\" srcset=\"https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/DSC_0089-2-1024x716.jpg 1024w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/DSC_0089-2-300x210.jpg 300w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/DSC_0089-2-768x537.jpg 768w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/DSC_0089-2-1536x1074.jpg 1536w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/DSC_0089-2-2048x1433.jpg 2048w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/DSC_0089-2-18x12.jpg 18w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/DSC_0089-2-1200x839.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">R\u00f6mischer BleisargFoto (c) Klaus Peter Horack<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"589\" src=\"https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/DSC_0073-2-1024x589.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2746\" srcset=\"https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/DSC_0073-2-1024x589.jpg 1024w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/DSC_0073-2-300x173.jpg 300w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/DSC_0073-2-768x442.jpg 768w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/DSC_0073-2-1536x883.jpg 1536w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/DSC_0073-2-2048x1178.jpg 2048w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/DSC_0073-2-18x10.jpg 18w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/DSC_0073-2-1200x690.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>                             R\u00f6mischer Bleisarg Foto (c) Klaus Peter Horack<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"659\" src=\"https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/DSC_0074-3-1024x659.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2771\" srcset=\"https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/DSC_0074-3-1024x659.jpg 1024w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/DSC_0074-3-300x193.jpg 300w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/DSC_0074-3-768x494.jpg 768w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/DSC_0074-3-1536x988.jpg 1536w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/DSC_0074-3-2048x1317.jpg 2048w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/DSC_0074-3-18x12.jpg 18w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/DSC_0074-3-1200x772.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>R\u00f6misches Skelett in Bleisarg\/R\u00f6mermuseum Metz\/Frankreich. Foto (c) Klaus Peter Horack<\/p>\n\n\n\n<p>Zur Zeit der R\u00f6mer wurde Blei f\u00fcr unter Druck stehende Wasserleitungen, Legierungen, Schleudergeschosse beim Milit\u00e4r, vereinzelt Urnen und auch f\u00fcr Sarkophage verwendet. Blei ist ein weiches Metall, wenig korrosiv und wieder verwendbar. Ein solches kostspieliges Material f\u00fcr die Bestattung Verstorbener konnten sich nur gut situierte st\u00e4dtische Bewohner leisten. In den gro\u00dfen St\u00e4dten war die T\u00e4tigkeit mit Blei und der Herstellung von Sarkophagen mit Werkst\u00e4tten verbunden, die Blei verarbeiten konnten bzw. damit handelten (Bleibarren). Bleis\u00e4rge kam auch nach den R\u00f6mern im Mittelalter beim Adel zur Verwendung. <\/p>\n\n\n\n<p>*<strong>Terra Sigillata<\/strong> (Siegelerde) wird das elegante, gl\u00e4nzendrote Essgeschirr genannt, das \u00fcber 500 Jahre im r\u00f6mischen Imperium in verschiedenen T\u00f6pfereien in Italien und den Provinzen hergestellt wurde. Der Name Terra Sigillata ist modern. Er taucht in der Mitte des 19. Jahrhunderts in der arch\u00e4ologischen Fachsprache Frankreichs auf und bedeutet soviel wie &#8222;mit Bildchen (Siegelabdr\u00fccken) versehener Ton&#8220;. Die gr\u00f6\u00dfte Masse der Erzeugnisse war unverziert. <\/p>\n\n\n\n<p>Im 1. und 2. Jahrhundert wurde der Bedarf R\u00e4tiens und Noricums durch Importe aus Gallien gedeckt. Im 3. Jahrhundert ist der Gro\u00dfbetrieb in Rheinzabern (Tabernae) bekannt. Weitere Manufakturen als Filialgr\u00fcndungen befanden sich dann in Noricum und Raetia wie z.B. Pfaffenhofen am Inn und Westerndorf bei Rosenheim. Diese T\u00f6pfereien lieferten ihre Ware nach Ungarn auf dem Wasserweg \u00fcber den Inn und die Donau oder auf dem Landweg Richtung Pannonien bis Carnuntum.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"679\" src=\"https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/DSCI0005-2-1024x679.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2766\" srcset=\"https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/DSCI0005-2-1024x679.jpg 1024w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/DSCI0005-2-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/DSCI0005-2-768x509.jpg 768w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/DSCI0005-2-1536x1019.jpg 1536w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/DSCI0005-2-2048x1358.jpg 2048w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/DSCI0005-2-18x12.jpg 18w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/DSCI0005-2-1200x796.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>                   R\u00f6misches Terra Sigillata Geschirr. Foto (c) Klaus Peter Horack<\/p>\n\n\n\n<p>Terra Sigillata wurde urspr\u00fcnglich als Nachahmung kostbarer Metallgef\u00e4\u00dfe durch Massenproduktion f\u00fcr weite Bev\u00f6lkerungskreise erschwinglich. So gab es Services aus gro\u00dfen Platten und Sch\u00fcsseln, sowie Teller, Becher und Pokale. Diese wurden reliefverziert mit Tier- und Blattformen, Gladiatorentypen, G\u00f6tterdarstellungen oder erotische Szenen. Becher mit Kerbschnittdekor imitierten sogar den Glasschliff. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Neues Licht auf r\u00f6mische Bestattungspraxis<\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Meldung aus England\/York. Bericht in Antike Welt, Ausgabe 4\/23<\/strong>. <\/p>\n\n\n\n<p>Arch\u00e4ologen in York haben mit Hilfe von 3D-Scans festgestellt, dass bei einer Bestattungsform der R\u00f6mer die K\u00f6rper von Erwachsenen und Kindern mit fl\u00fcssigem Gips \u00fcbergossen wurden. Aus bislang ungekl\u00e4rten Gr\u00fcnden wurde fl\u00fcssiger Gips \u00fcber die bekleideten K\u00f6rper in Blei- oder Steins\u00e4rgen gegossen, bevor man sie begraben hat. Als die Leichen zerfielen, bildete der Gips einen negativen Hohlraum. Die urspr\u00fcngliche Position und die Konturen der Toten blieben dadurch erhalten. Die Forscher vermuten, dass dieser Brauch vor allem mit Menschen von hohen Status verbunden war. <\/p>",
        "protected": false
    },
    "excerpt": {
        "rendered": "<p>(Ein kurzer \u00dcberblick) Die Lebenserwartung war in der r\u00f6mischen Zeit gegen\u00fcber der Jetztzeit relativ gering. Auch die Kindersterblichkeit war sehr hoch. So wurde eine r\u00f6mische Familie regelm\u00e4\u00dfig mit dem Tod von Familienangeh\u00f6rigen konfrontiert. Meistens erfolgte der Tod im Kreis der Angeh\u00f6rigen, falls nicht der Tod auf dem Schlachtfeld, bei einer Reise oder am Arbeitsplatz erfolgte. &hellip; <a href=\"https:\/\/www.roemische-legion.de\/en\/?page_id=2728\" class=\"more-link\">Continue reading<span class=\"screen-reader-text\"> &#8222;Legio II Italica &#8211; Bestattungsriten der R\u00f6mer&#8220;<\/span><\/a><\/p>",
        "protected": false
    },
    "author": 1,
    "featured_media": 0,
    "parent": 2724,
    "menu_order": 530,
    "comment_status": "closed",
    "ping_status": "closed",
    "template": "",
    "meta": {
        "footnotes": ""
    },
    "class_list": [
        "post-2728",
        "page",
        "type-page",
        "status-publish",
        "hentry"
    ],
    "_links": {
        "self": [
            {
                "href": "https:\/\/www.roemische-legion.de\/en\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/2728",
                "targetHints": {
                    "allow": [
                        "GET"
                    ]
                }
            }
        ],
        "collection": [
            {
                "href": "https:\/\/www.roemische-legion.de\/en\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"
            }
        ],
        "about": [
            {
                "href": "https:\/\/www.roemische-legion.de\/en\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"
            }
        ],
        "author": [
            {
                "embeddable": true,
                "href": "https:\/\/www.roemische-legion.de\/en\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"
            }
        ],
        "replies": [
            {
                "embeddable": true,
                "href": "https:\/\/www.roemische-legion.de\/en\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2728"
            }
        ],
        "version-history": [
            {
                "count": 27,
                "href": "https:\/\/www.roemische-legion.de\/en\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/2728\/revisions"
            }
        ],
        "predecessor-version": [
            {
                "id": 4643,
                "href": "https:\/\/www.roemische-legion.de\/en\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/2728\/revisions\/4643"
            }
        ],
        "up": [
            {
                "embeddable": true,
                "href": "https:\/\/www.roemische-legion.de\/en\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/2724"
            }
        ],
        "wp:attachment": [
            {
                "href": "https:\/\/www.roemische-legion.de\/en\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2728"
            }
        ],
        "curies": [
            {
                "name": "wp",
                "href": "https:\/\/api.w.org\/{rel}",
                "templated": true
            }
        ]
    }
}