{"id":4177,"date":"2024-12-31T15:50:45","date_gmt":"2024-12-31T15:50:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.roemische-legion.de\/?page_id=4177"},"modified":"2026-08-04T08:20:05","modified_gmt":"2026-08-04T08:20:05","slug":"kochen-und-essen-bei-den-roemern","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.roemische-legion.de\/?page_id=4177","title":{"rendered":"Kochen und Essen bei den R\u00f6mern"},"content":{"rendered":"\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer heutzutage Urlaub in den s\u00fcdlichen L\u00e4ndern macht wird festgestellt haben, dass hier das Fr\u00fchst\u00fcck eher bescheiden ausf\u00e4llt und auch das Mittagessen mehr einem Imbiss gleicht, den die Einheimischen zu sich nehmen. Erst bei den k\u00fchlen Abendtemperaturen gibt man sich den Wohltaten der K\u00fcche hin. Auch die R\u00f6mer sch\u00e4tzten das Essen am Abend. Hier wurde sehr opulent, wenn man es sich leisten konnte, aufgetischt. Normalerweise war die K\u00fcche relativ klein. Als Beleuchtung diente meistens eine \u00d6ffnung in der Decke, die auch dazu diente, den Rauch abziehen zu lassen. Gekocht wurde auf einem gemauerten Herd mit offenem Feuer. Da offenes Feuer ein st\u00e4ndiger Brandherd ist, war in den r\u00f6mischen Mietsh\u00e4usern das Kochen mit offenem Feuer verboten. Als Alternativen gab es gro\u00dfe Gemeinschaftsk\u00fcchen oder die Gark\u00fcchen an der Stra\u00dfe. Das \u00d6l und der Wein wurden in Amphoren geliefert und leicht verderbliche Nahrungsmittel wurden gleich neben der K\u00fcche in einer Art Keller gelagert. Reiche R\u00f6mer besa\u00dfen einen Eiskeller, um auch im Sommer gek\u00fchlte Speisen zu genie\u00dfen. M\u00f6glich wurde dies, indem man Eis aus den Alpen einlagerte, wie es auch beim Lagern von Bier in den Eiskellern der Brauereien in der Neuzeit praktiziert wurde. Nachdem Rom in fast 500 Jahren zur Weltmacht aufgestiegen war, konnte es sich die Elite ab Kaiser Augustus nun leisten, zu speisen wie die Herren der Welt. Nachdem H\u00e4ndler auf dem Land- und Seeweg alle m\u00f6glichen Lebensmittel aus dem Imperium nach Rom lieferten, hie\u00df es bald &#8222;Sie sei der gefr\u00e4\u00dfige Bauch der Welt&#8220;.\u00a0<\/p>\r\n<p>Einige 100 Jahre vorher bestand der r\u00f6mische Speisezettel mehr aus einem Getreidebrei, der als Gr\u00fctze oder als Fladen in \u00d6l gebacken wurde. Erg\u00e4nzt wurde das etwas karge Essen mit Quark oder Honig zum S\u00fc\u00dfen. Rind- oder Schweinefleisch war in der unteren Bev\u00f6lkerungsschicht eher selten. Gem\u00fcse war mehr die Regel und laut dem Dichter Titus Maccius Plautius (245 &#8211; 184 v. Chr.) &#8222;&#8230;wurden alle m\u00f6glichen, gerade greifbaren,\u00a0 Gem\u00fcsesorten zu einem gr\u00fcnen Futterhaufen verkocht. Das alles passte besser zu Ochsen, als zu Menschen.&#8220; Der erste kulinarische Umschwung begann, als die R\u00f6mer auf Sizilien mit der damals weltber\u00fchmten K\u00fcche der griechischen Kolonisten in Ber\u00fchrung kamen. Eine vom Senat sp\u00e4ter entsandte Kommission nach Griechenland brachte einen ganzen Tross griechischer K\u00f6che nach Rom zur\u00fcck. Von C\u00e4sar wissen wir, dass er nach seinem Sieg \u00fcber die Gallier 260.000 G\u00e4ste in Rom bewirten lie\u00df. Und die Speisenfolge ist bekannt: Vorspeise Miesmuscheln, Seeigel und Austern, Danach Krammetsv\u00f6gel (Drossel), H\u00fchner auf Spargel, Pasteten, Rehfilet, Fleisch von Wildschweinen und Tintenfische. Schon allein die Speisenfolge l\u00e4sst somit erahnen, wie die reichen R\u00f6mer speisten. Schon Cato, Seneca, Kaiser Marcus Aurelius verurteilten die neue luxuri\u00f6se Lebensart, die in prunkvollem Essen ausartete. Einer der ersten, die aus einer Abendmahlzeit eine Zeremonie gestalteten, war der bis heute ber\u00fchmte Lukullus.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" class=\"wp-image-4421\" src=\"https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Ischia-2012-083-1024x768.jpg\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Ischia-2012-083-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Ischia-2012-083-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Ischia-2012-083-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Ischia-2012-083-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Ischia-2012-083-2048x1536.jpg 2048w, https:\/\/www.roemische-legion.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Ischia-2012-083-1200x900.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px\" \/>\r\n<figcaption class=\"wp-element-caption\">Pompeji, Gark\u00fcche f\u00fcr den Stra\u00dfenverkauf, Foto (c) Klaus Peter Horack<\/figcaption>\r\n<\/figure>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&nbsp;<\/p>\r\n<p>Typisch f\u00fcr die r\u00f6mische K\u00fcche war der verschwenderische Umgang mit Gew\u00fcrzen. Besonders interessant war zum Beispiel die Speisen so zu w\u00fcrzen, dass man den urspr\u00fcnglichen Geschmack nicht mehr erkennen konnte wie durch Kombinationen mit Wein, Essig, Most, Honig. Die typische Fischso\u00dfe durfte auch bei keinem Essen fehlen. Welche Gew\u00fcrze sind aus der r\u00f6mischen K\u00fcche bekannt? Durch die Analyse winziger Pflanzenreste und Tierknochen, die bei Ausgrabungen in den K\u00fcchenbereichen gefunden wurden, konnte man die genutzten Nahrungsmittel und sogar die entsprechenden Gew\u00fcrze recht genau bestimmen. Wichtig war bei den R\u00f6mern, woher die eigentlichen Lebensmittel kamen und somit gab es die Meinung &#8222;Was gut ist muss auch teuer sein. Also mussten z.B. Schildkr\u00f6ten aus Arabien sein, Austern aus Britannien, in Essig eingelegtes Gem\u00fcse aus Spanien, der Wein aus dem Jura, Granat\u00e4pfel aus \u00c4gypten , Schinken aus Gallien und Lachs nur aus dem Rhein herkommen.&#8220; Nach der Zeitenwende war nicht mehr Lukullus das gro\u00dfe Vorbild der reichen R\u00f6mer. Diesen Rang lief ihm nun Marcus Gavius Apicius mit seinem Kochbuch ab.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Verwendete Gew\u00fcrze und Zutaten in der r\u00f6mischen K\u00fcche<\/strong><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Bohnenkraut<\/strong> &#8211; Wurde bei der Zubereitung von Bohnen, aber auch bei anderen Gem\u00fcsen mit genutzt.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Defrutum<\/strong> &#8211; Es handelte sich hier um eingekochten wei\u00dfen oder roten Traubensaft und war eine r\u00f6mische Spezialit\u00e4t.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Dill<\/strong> &#8211; Bei den R\u00f6mern wurde frisches Kraut verwendet und man verwendete auch die gelben Dolden als Deko bei Tisch.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Essig<\/strong> &#8211; Die Vorliebe f\u00fcr das S\u00fc\u00df-Saure bescherte dem Essig (Weinessig) einen besonderen Platz in der r\u00f6mischen K\u00fcche.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Fenchel<\/strong> &#8211; Man verwendete sowohl das Kraut als auch die Samen. Wie beim Dill eigneten sich auch die Bl\u00fcten sehr gut als Dekoration.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Ingwer<\/strong> &#8211; Fein geschnittener Ingwer schmeckte besonders intensiv und gab vielen r\u00f6mischen Gerichten das gewisse Etwas.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Koriander<\/strong> &#8211; Als Kraut oder als Samen war er ein Standardgew\u00fcrz der r\u00f6mischen K\u00fcche und wurde sowohl im Brot und Geb\u00e4ck, Gem\u00fcse, Fleisch oder sogar im W\u00fcrzwein besonders auch in Verbindung mit Knoblauch gesch\u00e4tzt.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>K\u00fcmmel\/Kreuzk\u00fcmmel<\/strong> -Geh\u00f6rte ebenfalls zu den Standardgew\u00fcrzen. W\u00e4hrend das gemeine Volk den heimischen K\u00fcmmel verwendete, importierten die r\u00f6mischen Gourmets wahrscheinlich den teuren Kreuzk\u00fcmmel aus Indien.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Lauch\/Schnittlauch<\/strong> &#8211; Diente damals wie heute als beliebtes W\u00fcrzkraut zu frischen Speisen.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Liebst\u00f6ckel <\/strong>&#8211; Neben Pfeffer, Bohnenkraut und Raute geh\u00f6rte Liebst\u00f6ckel zu den Lieblingsgew\u00fcrzen der r\u00f6mischen K\u00fcche.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Liquamen\/Garum<\/strong> &#8211; Es handelte sich um die ber\u00fchmte Fischlake, die rund um das Mittelmeer hergestellt und in alle Provinzen verschickt wurde. Mit Liquamen w\u00fcrzten die R\u00f6mer alles was aus der K\u00fcche kam. Fischinnereien, Sardinen, kleine Fische und Fischabfall wurde in einer Salzlake unter der Sonne in offenen Gef\u00e4\u00dfen zersetzt, mehrmals gefiltert und je nach Region mit Kr\u00e4utern verfeinert.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Lorbeer<\/strong> &#8211; Die getrockneten Bl\u00e4tter wurden sparsam als Gew\u00fcrz eingesetzt.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Minze<\/strong> &#8211; Das Aroma ist sehr stark und wurde nur in kleiner Menge verwendet.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Mulsum<\/strong> &#8211; Saurer Wein wurde mit Honig vers\u00fc\u00dft. Mit Schnee aus den Alpen schmeckte er besonders als Aperitif beim Essen.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Oregano<\/strong> &#8211; Wurde sparsam in der K\u00fcche eingesetzt.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Petersilie<\/strong> &#8211; Spielte in der r\u00f6mischen K\u00fcche keine besondere Rolle und wurde nach dem Genuss von Knoblauch verwendet, um den unangenehmen Mundgeruch nach dem Mahl zu mildern.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Pfeffer<\/strong> &#8211; Wer es sich leisten konnte verwendete Pfeffer fast bei allen Gerichten und hier wurde nicht gespart. Er war sehr teuer und wurde zum Statussymbol der Wohlhabenden. Vermutlich wurde nur schwarzer Pfeffer verwendet. Offenbar sch\u00e4tzten die R\u00f6mer den Biss auf ein ganzes Pfefferkorn als besonderen Kick.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Raute<\/strong> &#8211; Die Raute, auch als Weinraute bezeichnet, wurde sparsam bei Fleischgerichten verwendet und gab ihnen einen charakteristischen Geschmack. Auch beim W\u00fcrzen von Wein und Essig kam sie zum Einsatz. (<strong>Allergiker sollten dieses Gew\u00fcrz aber meiden<\/strong>).<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Safran<\/strong> &#8211; Die R\u00f6mer nutzten Safran zum W\u00fcrzen von Fleisch und Fisch und als Zusatz zum Wein, der dadurch eine goldgelbe Farbe erhielt.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Salz <\/strong>&#8211; Wurde so gut wie nie in der r\u00f6mischen K\u00fcche verwendet, da offenbar als Salzersatz das Liquamen verwendet wurde.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Sellerie<\/strong> &#8211; Als Samen, Kraut oder Knolle geh\u00f6rte der Sellerie mit zu den beliebtesten Gew\u00fcrzen der R\u00f6mer. Er galt als heiliges Kraut und wurde mit dem Tod in Verbindung gebracht. So geh\u00f6rte eine Selleriespeise selbstverst\u00e4ndlich zu jedem Leichenschmaus.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Wein<\/strong> &#8211; Spielte in der r\u00f6mischen K\u00fcche eine besondere Rolle. So wurde bei besonderen Anl\u00e4ssen der Brotteig mit Wein anger\u00fchrt. Fleisch, Gem\u00fcse schmorte man in Wein und schmeckte auch So\u00dfen mit Wein ab.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Das Kochbuch des Apicius<\/strong><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das bekannteste Kochbuch aus der Zeit des Kaisers Tiberius sind die 10 Kapitel des Feinschmeckers Apicius mit dem Titel &#8222;De re coquinaria&#8220; und bedeutet \u00fcbersetzt auf Deutsch &#8222;\u00dcber die Kochkunst&#8220;. Hier werden fast 500 Rezepte aufgef\u00fchrt, die die Geheimnisse der r\u00f6mischen Kochkunst beinhalten und voll von skurrilen und exotischen Rezeptvorschl\u00e4gen handeln. Der Schriftsteller Plinius hat in als den &#8222;gr\u00f6\u00dften Verschwender und Prasser&#8220; seiner Zeit bezeichnet. Nachdem er den gr\u00f6\u00dften Teil seines Verm\u00f6gens (100 Millionen Sesterzen) allein f\u00fcr seine aufw\u00e4ndige K\u00fcche ausgegeben hatte, blieben ihm nur noch 10 Millionen Sesterzen. Aus Angst, dass er dann zuk\u00fcnftig sein aufw\u00e4ndiges Leben nicht mehr fortf\u00fchren k\u00f6nnte, beendete er sein Leben mit Gift.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Apicius teilte sein Kochbuch in verschiedene Bereiche wie der sparsame Wirtschafter, Tipps zur Verbesserung von Weinen oder verschiedene Konservierungsmethoden. Ein Kapitel widmete sich H\u00fclsenfr\u00fcchten und dem Gefl\u00fcgel, den Meeresfr\u00fcchten und Fischen und ein Kapitel war besonders dem besonderen Gourmet gewidmet. Nat\u00fcrlich muss ber\u00fccksichtigt werden, dass die meisten seiner Rezepte nicht vom einfachen R\u00f6mer genossen werden konnten. Hier bewegte man sich in einem Bereich der oberen 10.000, die opulente Gastm\u00e4hler von professionellen Kochsklaven ausrichten lie\u00dfen. Seine Rezepte wurden immer wieder, so auch in den europ\u00e4ischen Kl\u00f6stern, kopiert. Aus diesem Kochbuch wurden immer wieder Rezepte wie zum Beispiel f\u00fcr h\u00f6fische Gelage herangezogen, aber auch manchmal durch &#8222;Eigeninitiative&#8220; mancher K\u00f6che ver\u00e4ndert. Einige Gerichte in diesem Buch waren nicht zu extravagant oder zu teuer. Dies konnten sich auch die weniger Beg\u00fcterten leisten, was dazu f\u00fchrt, dass er sich Gedanken dazu machte.\u00a0\u00a0<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als Beispiel einer gewaltigen V\u00f6llerei kann man das Gastmahl des Trimalchio von Petronius heranziehen. Um das Ausma\u00df des Gelages zu vermitteln wird folgendes von Petronius aufgef\u00fchrt: <em>&#8222;&#8230; es folgte eine Platte, auf der ein Keiler erster Gr\u00f6\u00dfenordnung mit einer Freiheitsm\u00fctze (dies war eine M\u00fctze, die freigelassene Sklaven trugen), und so, dass an seinen Hauern zwei K\u00f6rbchen aus geflochtenen Palmbast hingen, die mit syrischen und \u00e4gyptischen Datteln gef\u00fcllt waren. Ringsherum waren winzige, aus Knusperteig bereitete Ferkel so gelegt, als ob sie sich nach den Zitzen dr\u00e4ngten, um anzudeuten, ein Mutterschwein sei aufgetischt. Nun sie waren als Souvenir gedacht. Im \u00fcbrigen kam zum Zerlegen des Keilers &#8230; ein b\u00e4rtiger Riese mit Wickelgamaschen an den Waden und einem wasserdichten Cape drapiert; der zog seinen Hirschf\u00e4nger und stie\u00df ihn dem Keiler t\u00fcchtig in die Flanke, worauf Krammetsv\u00f6gel (Wachholderdrosseln) aus dem Riss hochflogen. Vogelsteller mit Leimruten fingen die im Speisesaal umherflatternden Tiere im Nu ein &#8230;&#8220;<\/em> (Zitat aus: Gastmahl des Trimalchio, Petron) Die Krammetsv\u00f6gel wurden dann ebenfalls in der K\u00fcche f\u00fcr das gleiche Mahl zubereitet.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Weitere Texte und Fotos folgen!<\/p>\r\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer heutzutage Urlaub in den s\u00fcdlichen L\u00e4ndern macht wird festgestellt haben, dass hier das Fr\u00fchst\u00fcck eher bescheiden ausf\u00e4llt und auch das Mittagessen mehr einem Imbiss gleicht, den die Einheimischen zu sich nehmen. Erst bei den k\u00fchlen Abendtemperaturen gibt man sich den Wohltaten der K\u00fcche hin. Auch die R\u00f6mer sch\u00e4tzten das Essen am Abend. 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